
Bauherr:
Ort:
Jahr:
Asfinag
St. Michael in Lungau
2024 - 2032
Wettbewerb, 1. Preis - in Arbeit
Architektur und Landschaft
Im Zuge der Sanierung der Tauerntunnel werden die Tunnelportale neu errichtet. Die Portale sind große Lüftungsbauwerke mit vorgelagerten Werkhöfen, Arbeitsräumen, Räumen für Trafos und Kavernen mit Lagerflächen. Ihre Dimensionen werden von den Autofahrern kaum wahrgenommen, aus der Distanz betrachtet betrachtet wirken die Bestandsgebäude aber wie große Wunden im Hochgebirge.
Wir haben es als unsere Hauptaufgabe gesehen, diese Bauwerke besser in den Naturraum einzufügen. Das Landschaft zeigt sich hier als Mischung aus scharfen Felskonturen und den weichen Linien der Wälder und Almmatten. Diese graphischen Elemente werden von uns als formale Anregung für die Gestaltung der Portale übernommen. Die Betriebsgebäude, Tunnelvorbereiche und Galerien werden mit Aushubmaterial und Erde überschüttet, und nur sehr vereinzelt zeigen sich Baukörper an der Oberfläche.
Die größte architektonische Intervention wird die neue Lawinengalerie am Nordportal. Durch die Überschüttung entwickelt sich bergseitig eine naturnahe, sanfte Almmatte. Talseitig entsteht ein Geländesprung, eine "Falte", die einzige, richtig sichtbare architektonische Intervention. Sie beginnt an der Zufahrt zur Galerie, entwickelt sich zur Wand des Betriebsgebäudes, sie windet sich um den Werkhof herum und geht als begrünte Hangbefestigung wieder ins natürliche Gelände über. Vom großen Betriebsgebäude nimmt man nur eine geschwungene Wand mit wenigen Öffnungen wahr. Das Lüftergebäude, eine technisch notwendige, aber vollkommen leere Lüfterhaube mit gigantischen Dimensionen (30 x 40 m!), liegt wie ein Findling auf der Wiese.
Auch am Südportal wird das Betriebsgebäude von neu aufgeschüttetem Gelände überdeckt und zeigt sich als geschwungene Betonwand mit wenigen Öffnungen. Bestehende Gebäude werden adaptiert in das Konzept integriert, und obwohl auch große, neue Baukörper errichtet werden, entsteht ein weicher Übergang zwischen Landschaft und technischer Infrastruktur.
Unser Entwurf dient als Basis des Ausführungsprojekts vom Ingenieurbüro "IL Laabmayr ZT GmbH" in Salzburg und wird in den nächsten 7 Jahren errichtet.













Bauherr:
Ort:
Jahr:
Asfinag
St. Michael in Lungau
2024 - 2032
Wettbewerb, 1. Preis - in Arbeit













Architektur und Landschaft
Im Zuge der Sanierung der Tauerntunnel werden die Tunnelportale neu errichtet. Die Portale sind große Lüftungsbauwerke mit vorgelagerten Werkhöfen, Arbeitsräumen, Räumen für Trafos und Kavernen mit Lagerflächen. Ihre Dimensionen werden von den Autofahrern kaum wahrgenommen, aus der Distanz betrachtet betrachtet wirken die Bestandsgebäude aber wie große Wunden im Hochgebirge.
Wir haben es als unsere Hauptaufgabe gesehen, diese Bauwerke besser in den Naturraum einzufügen. Das Landschaft zeigt sich hier als Mischung aus scharfen Felskonturen und den weichen Linien der Wälder und Almmatten. Diese graphischen Elemente werden von uns als formale Anregung für die Gestaltung der Portale übernommen. Die Betriebsgebäude, Tunnelvorbereiche und Galerien werden mit Aushubmaterial und Erde überschüttet, und nur sehr vereinzelt zeigen sich Baukörper an der Oberfläche.
Die größte architektonische Intervention wird die neue Lawinengalerie am Nordportal. Durch die Überschüttung entwickelt sich bergseitig eine naturnahe, sanfte Almmatte. Talseitig entsteht ein Geländesprung, eine "Falte", die einzige, richtig sichtbare architektonische Intervention. Sie beginnt an der Zufahrt zur Galerie, entwickelt sich zur Wand des Betriebsgebäudes, sie windet sich um den Werkhof herum und geht als begrünte Hangbefestigung wieder ins natürliche Gelände über. Vom großen Betriebsgebäude nimmt man nur eine geschwungene Wand mit wenigen Öffnungen wahr. Das Lüftergebäude, eine technisch notwendige, aber vollkommen leere Lüfterhaube mit gigantischen Dimensionen (30 x 40 m!), liegt wie ein Findling auf der Wiese.
Auch am Südportal wird das Betriebsgebäude von neu aufgeschüttetem Gelände überdeckt und zeigt sich als geschwungene Betonwand mit wenigen Öffnungen. Bestehende Gebäude werden adaptiert in das Konzept integriert, und obwohl auch große, neue Baukörper errichtet werden, entsteht ein weicher Übergang zwischen Landschaft und technischer Infrastruktur.
Unser Entwurf dient als Basis des Ausführungsprojekts vom Ingenieurbüro "IL Laabmayr ZT GmbH" in Salzburg und wird in den nächsten 7 Jahren errichtet.