

Bauherr:
Ort:
Jahr:
Neue Heimat Tirol - Gemeinnützige WohnungsGmbH
Kufstein
2019 –
Wettbewerb 1. Preis - in Arbeit
Knapp vor und während des zweiten Weltkriegs mussten viele Südtiroler ihr Land verlassen, wenn sie sich dem Assimilierungsdruck der Faschisten Mussolinis nicht beugen wollten. Für diese "Optanten" wurden in Westösterreich Siedlungen errichtet. Sie stellten zwar zum Zeitpunkt ihres Entstehens einen gehobenen Stand des sozialen Wohnbaus dar, entsprechen aber den heutigen Erfordernissen bei Weitem nicht mehr. Da diese Siedlungen eine sehr geringe Dichte aufweisen, werden sie entweder nachverdichtet oder gänzlich neu bebaut.
Die Südtirolersiedlung in Kufstein bildet mit einer Fläche von 6 Hektar etwa die Hälfte des Ortsteils Sparchen. Nach der Neuerrichtung soll sie 2.000 Menschen eine neue Heimat bieten. Wir wollten nicht nur die Siedlung erneuern, sondern den ganzen Stadtteil Sparchen mit einem neuen Zentrum aufwerten. Die neuen öffentlichen Gebäude (Bäckerei, Café, ein kleiner Supermarkt, Quartierstreff etc...) bilden mit den bereits vorhandenen Schulbauten einen sozialen Kern. Die Siedlung selbst wird autofrei, als Binnenerschließung dient eine zentrale, fussläufige Achse. Die L-förmigen Baukörper verbinden sich mit den wenigen Bestandsgebäuden zu einer neuen, homogenen Struktur aus halbprivaten Höfen. Eine Tiefgarage verbindet die Gebäude unterirdisch.
Wir konnten einen ersten Bauabschnitt mit ca. 100 Wohnungen realisieren, ein zweiter um den zentralen Platz soll noch folgen. Unser Masterplan bildet die Basis für weiterführende Planungen durch andere Architekten.
Bei den Gebäuden selbst war uns neben der ökologischen Grundkonzeption die Ausformulierung der Balkonzone sehr wichtig. Jede Wohnung verfügt über einen Aussenbereich mit einem hohen Maß an Wohnlichkeit und Privatheit. Diese "Balkonscheibe" zeigt sich als belebte, freundliche und begrünte Wand.











Bauherr:
Ort:
Jahr:
Neue Heimat Tirol - Gemeinnützige WohnungsGmbH
Kufstein
2019 –
Wettbewerb 1. Preis - in Arbeit










Knapp vor und während des zweiten Weltkriegs mussten viele Südtiroler ihr Land verlassen, wenn sie sich dem Assimilierungsdruck der Faschisten Mussolinis nicht beugen wollten. Für diese "Optanten" wurden in Westösterreich Siedlungen errichtet. Sie stellten zwar zum Zeitpunkt ihres Entstehens einen gehobenen Stand des sozialen Wohnbaus dar, entsprechen aber den heutigen Erfordernissen bei Weitem nicht mehr. Da diese Siedlungen eine sehr geringe Dichte aufweisen, werden sie entweder nachverdichtet oder gänzlich neu bebaut.
Die Südtirolersiedlung in Kufstein bildet mit einer Fläche von 6 Hektar etwa die Hälfte des Ortsteils Sparchen. Nach der Neuerrichtung soll sie 2.000 Menschen eine neue Heimat bieten. Wir wollten nicht nur die Siedlung erneuern, sondern den ganzen Stadtteil Sparchen mit einem neuen Zentrum aufwerten. Die neuen öffentlichen Gebäude (Bäckerei, Café, ein kleiner Supermarkt, Quartierstreff etc...) bilden mit den bereits vorhandenen Schulbauten einen sozialen Kern. Die Siedlung selbst wird autofrei, als Binnenerschließung dient eine zentrale, fussläufige Achse. Die L-förmigen Baukörper verbinden sich mit den wenigen Bestandsgebäuden zu einer neuen, homogenen Struktur aus halbprivaten Höfen. Eine Tiefgarage verbindet die Gebäude unterirdisch.
Wir konnten einen ersten Bauabschnitt mit ca. 100 Wohnungen realisieren, ein zweiter um den zentralen Platz soll noch folgen. Unser Masterplan bildet die Basis für weiterführende Planungen durch andere Architekten.
Bei den Gebäuden selbst war uns neben der ökologischen Grundkonzeption die Ausformulierung der Balkonzone sehr wichtig. Jede Wohnung verfügt über einen Aussenbereich mit einem hohen Maß an Wohnlichkeit und Privatheit. Diese "Balkonscheibe" zeigt sich als belebte, freundliche und begrünte Wand.