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Musikpavillon Kirchdorf

bauherr / Gemeinde Kirchdorf
team / Arch DI Michael Fuchs, Arch DI Markus Fuchs, Dr DI Rupert Maleczek

Musikpavillon, Kirchdorf # Der Musikpavillon stellt im dörflichen Raum ein Zentrum des kulturellen Lebens dar. Die Bauaufgabe ist Ausdruck einer lebendigen Kultur und war deshalb immer wieder Anlass für „etwas andere“, zeitgemäße Architektur (z.B. der Pavillon von Arch Ladner in Zams von 1968).


Der Pavillon in Kirchdorf ist der letzte Baustein einer weitreichenden Umgestaltung des Ortszentrums. Rund um einen neu gestalteten Platz wurden mehrere Gebäude errichtet, in der Mitte steht als Brennpunkt der von allen Seiten sichtbarer Solitär mit seiner skulpturalen Zeichenhaftigkeit. Er besteht aus einem Faltwerk aus massiven Holzplatten, das durch seine Form gleichermaßen die Funktion des Tragwerks und die Funktion der gezielten Schallreflexion übernimmt. Die Ausbreitung des Schalls wurde vom Akustikplaner Müller BBM (u.a. Sydney opera house) in einem Raytracing-Prozeß digital simuliert und die Faltung hinsichtlich ihrer akustischen und statischen Auswirkungen optimiert. Ein Großteil der schallreflektierenden Flächen weist zum Publikum, ein kleinerer Teil nach innen, damit sich die Musiker des Orchesters gegenseitig hören können.

Die Bauskulptur ist an ihrer statisch sensibelsten Stelle, der Öffnung zum Publikum, 7 m hoch und 15 m breit. Trotz der sehr hohen Schneelasten in Kirchdorf ist die Schale in diesem Bereich nur 20cm dick. Im letzten Winter mit seinen Schneehöhen von fast 2 Metern hat sich die Tragfähigkeit der Konstruktion erwiesen.

Das Faltwerk wurde mit dem Koge-Institut der Universität Innsbruck (Dr Rupert Maleczek), dem Akustikbüro Müller BBM aus München, dem Statikbüro Stefanoudakis aus Wien und der Zimmerei Plankensteiner aus Osttirol entwickelt.
Ein Gemeinschaftsprojekt mit Arch DI Markus Fuchs