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Kindergarten Schönberg

bauherr / Gemeinde Schönberg
typ / Umbau
status / 2010
team / Arch DI Michael Fuchs, Barbara Poberschnigg, Eric Christiansen

Der ursprünglich nur als kleine Adaptierung gedachte Umbau des Kindergartens entwickelte sich im Laufe der Projektentwicklung zu einem Umbau, bei dem die Gebäudekubatur mehr als verdoppelt wurde. Der Kindergarten 2.0 nutzt zwar weitestgehend die vorhandene Struktur (das ganze Erdgeschoß…), er wirkt jedoch nicht wie ein umgebautes Gebäude, sondern wie ein skulptural ausgeformtes „neues Ganzes“.

Das Erdgeschoß blieb als Sockel erhalten, das Satteldach wurde abgetragen und durch ein neues Obergeschoß aus raumgroßen Holzkisten ersetzt. Jede Kiste erhielt die Dachform, die sich für die Raumnutzung am besten eignet. Die Gruppenräume verfügen über ein Pultdach, damit die Räume an der Rückseite hoch genug sind, um Galerien einzuziehen; Der Bewegungsraum hat ein Flachfach, ist jedoch etwas höher als die anderen Räume; das Dach der Aufenthaltbereiche besteht aus schmalen Sparren, die das Licht der Lichtkuppeln brechen und „weich“ in die Räume fallen lassen …

Die Holzkörper bestehen aus klimatischen und konstruktiven Gründen aus massiven KLH-Holzelementen. Sie sind teilweise über 30cm stark und wurden als „Edelrohbau“ sichtbar belassen. Zum Schutz wurden sie leicht weiß lasiert. Boden, Türen, Fenster und zum Teil auch Möbel wurden in zäher Esche ausgeführt, ein Teil der Möbel wurde zusätzlich farblich lasiert und setzt kontrastierende Akzente.

Das Gebäude steht auf einer bewaldeten Kuppe mit herrlicher Aussicht. Jedes Fenster ist auf eine spezifische Aussicht hin ausgerichtet. Die Gruppenräume öffnen sich zum Stubaiergletscher, der Bewegungsraum und die Kinderkrippe zum Dorfpark, damit man vom Park aus den Kindern beim Spielen zusehen kann. Eine zum Teil überdachte Südterrasse vor der Kinderkrippe erlaubt einen geschützten Aufenthalt im Freien..