

Bauherr:
Ort:
Jahr:
Gemeinde Ischgl
Ischgl
2011 - 2013
Wettbewerb, 1. Preis - fertiggestellt
österreichischer Staatspreis Architektur 2014
Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten 2014
Mies van der Rohe Award 2015 – nominiert als Vertreter Österreichs
Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen 2014 – Anerkennung
Ischgl ist eine der wichtigsten Tourismus-Hotspots in Österreich, der Ort hat 1.600 Einwohner und 11.000 Gästebetten. In der Saison, die fast ein halbes Jahr dauert, wird das Ortsbild von Schifahrern in Partylaune geprägt. Dennoch ist Ischgl auch ein Dorf mit einem sehr lebendigen Vereinsleben. Das tägliche Miteinander leidet unter den Menschenmassen, es entsteht die Notwendigkeit, sich in Vereinen zu organisieren. Die Menschen rücken zusammen, und es werden Orte wichtig, die nicht nur dem Tourismus und dem Broterwerb dienen. So entstand in der Gemeinde die Idee für ein Gebäude, das nur für die Ischgler gedacht ist!
Hinter der Kirche blieb eine allerletzte Wiese unbebaut, weil alte Weiderechte die Verwertung verhinderten. Wir wollten diesen Dorfanger erhalten und haben das Kulturzentrum "St.Nikolaus" in den Hang hinein gebaut. Vor ihm erstreckt sich der Dorfplatz mit Musikpavillon, ein Weg mit Sitzstufen führt auf das begrünte Dach.
Der wichtigste Raum ist der Musikproberaum, eine eingegrabene Holzbox, von der noch eine Ecke aus der Wiese herausragt. Die Holzkonstruktion ist sichtbar, die Akustikpaneele sind leicht aufgeklappt und lassen Licht durchscheinen. Sie sorgen für den guten Klang des Saals. Der Aufenthaltsbereich ("Kameradschaftsraum") wird von den Vereinen gemeinsam genutzt. Er verfügt über eine einfache gastronomische Ausstattung, aber ohne dem Konsumzwang der vielen Gasthäuser im Ort. Das Foyer lässt sich zum Platz hin großflächig öffnen, mit seiner witterungsgeschützten Theke wird es für Veranstaltungen am Dorfplatz mitgenutzt.
Unter dem Gebäude verläuft ein Tunnel, der die Gäste per Förderband vom Dorfzentrum zu den Schiliften bringt. Ein Liftschacht in der Mitte des Tunnels musste in das Projekt integriert werden, sein Betonring steckt wie ein Pfeiler in der Mitte des Gebäudes. Das Zutrittshäuschen zum Lift sitzt jetzt wie ein Findling auf dem neuen Gelände.
Ein Teil unserer Arbeit bestand in der Sanierung des alten Pfarrhofs aus dem Jahr 1776, der unterirdisch mit dem Kulturzentrum verbunden ist. Er steht unter Denkmalschutz und wurde mit einem angebauten Treppenturm barrierefrei erschlossen. Das Gebäude wird für Chorproben genutzt, die Stuben als Musikproberäume, als Schulbibliothek und als Arbeitsplatz für den Dorfarchivar.
















Bauherr:
Ort:
Jahr:
Gemeinde Ischgl
Ischgl
2011 - 2013
Wettbewerb, 1. Preis - fertiggestellt
österreichischer Staatspreis Architektur 2014
Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten 2014
Mies van der Rohe Award 2015 – nominiert als Vertreter Österreichs
Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen 2014 – Anerkennung















Ischgl ist eine der wichtigsten Tourismus-Hotspots in Österreich, der Ort hat 1.600 Einwohner und 11.000 Gästebetten. In der Saison, die fast ein halbes Jahr dauert, wird das Ortsbild von Schifahrern in Partylaune geprägt. Dennoch ist Ischgl auch ein Dorf mit einem sehr lebendigen Vereinsleben. Das tägliche Miteinander leidet unter den Menschenmassen, es entsteht die Notwendigkeit, sich in Vereinen zu organisieren. Die Menschen rücken zusammen, und es werden Orte wichtig, die nicht nur dem Tourismus und dem Broterwerb dienen. So entstand in der Gemeinde die Idee für ein Gebäude, das nur für die Ischgler gedacht ist!
Hinter der Kirche blieb eine allerletzte Wiese unbebaut, weil alte Weiderechte die Verwertung verhinderten. Wir wollten diesen Dorfanger erhalten und haben das Kulturzentrum "St.Nikolaus" in den Hang hinein gebaut. Vor ihm erstreckt sich der Dorfplatz mit Musikpavillon, ein Weg mit Sitzstufen führt auf das begrünte Dach.
Der wichtigste Raum ist der Musikproberaum, eine eingegrabene Holzbox, von der noch eine Ecke aus der Wiese herausragt. Die Holzkonstruktion ist sichtbar, die Akustikpaneele sind leicht aufgeklappt und lassen Licht durchscheinen. Sie sorgen für den guten Klang des Saals. Der Aufenthaltsbereich ("Kameradschaftsraum") wird von den Vereinen gemeinsam genutzt. Er verfügt über eine einfache gastronomische Ausstattung, aber ohne dem Konsumzwang der vielen Gasthäuser im Ort. Das Foyer lässt sich zum Platz hin großflächig öffnen, mit seiner witterungsgeschützten Theke wird es für Veranstaltungen am Dorfplatz mitgenutzt.
Unter dem Gebäude verläuft ein Tunnel, der die Gäste per Förderband vom Dorfzentrum zu den Schiliften bringt. Ein Liftschacht in der Mitte des Tunnels musste in das Projekt integriert werden, sein Betonring steckt wie ein Pfeiler in der Mitte des Gebäudes. Das Zutrittshäuschen zum Lift sitzt jetzt wie ein Findling auf dem neuen Gelände.
Ein Teil unserer Arbeit bestand in der Sanierung des alten Pfarrhofs aus dem Jahr 1776, der unterirdisch mit dem Kulturzentrum verbunden ist. Er steht unter Denkmalschutz und wurde mit einem angebauten Treppenturm barrierefrei erschlossen. Das Gebäude wird für Chorproben genutzt, die Stuben als Musikproberäume, als Schulbibliothek und als Arbeitsplatz für den Dorfarchivar.